Sólheimajökull
Der Sólheimajökull wird auch der „schwarze Gletscher“ genannt, weil sein Eis von dunklen Ascheschichten alter Vulkanausbrüche durchzogen ist. Er fließt direkt über die berüchtigte, aktive Magmakammer des Vulkans Katla, weshalb Forscher ihn rund um die Uhr mit Sensoren überwachen. Da er sich rasant zurückzieht, verändert er sein Gesicht so schnell, dass man bei jedem Besuch eine völlig neue Eislandschaft mit frischen Gletscherspalten vorfindet.
Gleich nach dem Frühstück und Abbauen fuhren wir zum Gletscher, wo uns drei sehr nette Guides mit Ausrüstung versorgten und Sicherheitseinweisungen gaben. Nach einem zwanzigminütigen Marsch am Rande des Gletschersees entlang, wanderten wir in drei Gruppen auf dem Eis nach oben. Dabei sammelten wir nicht nur sehr viele unvergessliche Eindrücke, sondern erfuhren auch jede Menge Fakten über den Gletscher.
Dyrhólaey
Im Anschluss an die Gletscherwanderung besuchten wir Dyrhólaey, eine rund 120 Meter hohe Halbinsel an der Südküste Islands. Sie entstand vor etwa 100.000 Jahren durch einen Vulkanausbruch und war ursprünglich eine eigenständige Insel. Der Name Dyrhólaey bedeutet „Türlochinsel“ und bezieht sich auf den markanten Meeresbogen an der Südseite, der wie ein großes Tor in der Felsformation wirkt. Dyrhólaey ist ein bedeutender Brutplatz für Seevögel, insbesondere Papageitaucher, die wir tollpatschig am Hang entlanglaufen sehen konnten.
Bei extremer Windstärke kämpften wir uns Richtung Leuchtturm vor und genossen dabei den atemberaubenden Ausblick auf die schwarzen Strände Islands.
Reynsifjara
Reynisfjara zählt zu den schönsten Stränden des Landes. Er besteht aus feinem, schwarzem Vulkansand, der durch die Erosion von Basalt entstanden ist. Direkt am Ufer ragen die markante Basaltsäulen auf. Vor der Küste stehen die Reynisdrangar-Felsnadeln, versteinerte Trollfrauen, die auf ihre Männer gewartet hatten, als plötzlich die Sonne aufging...
Da wegen des Sturms das Betreten des Strands verboten war, konnten wir ihn nur aus der Ferne betrachten.
Den Abend ließen wir bei strahlendem Sonnenschein mit Kochen, Pferdefüttern und WM-Finale ausklingen. Leider wurde unser Ball von einem Hund gefressen und Anna musste die schnarchenden Nachbarn wecken, aber so ist das nun einmal in Island.

















